Eierstockkrebs

Hilft Ultraschall bei der Früherkennung?

Viele Frauenärzte bieten sie als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an, doch zur Krebsfrüherkennung scheint die Ultra-schalluntersuchung der Eierstöcke nicht geeignet.

Sie ist ungenau und viele Frauen werden danach unnötig operiert, wie die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) in Berlin festgestellt hat. Eierstockkrebs verursacht anfangs meist keine Beschwerden.

Mit dem Ultraschall hofft der Arzt, Tumore bei beschwerdefreien Frauen in einem möglichst frühen Stadium zu finden. Dann ist der Krebs oft noch gut zu behandeln oder vielleicht sogar heilbar. Aus Sicht der Wissenschaft ist diese Hoffnung aber leider unberechtigt. Untersuchungen zeigen, dass Krebs im Frühstadium mit dem Eierstock-Ultraschall nicht häufiger festgestellt wird, als ohne diese Untersuchung.

 

Oft werden beim Ultraschall Auffälligkeiten entdeckt, bei denen nicht sicher ist, ob es sich um Krebs handelt. Und die einzige verlässliche Möglichkeit zur Abklärung ist die operative Entfernung der Eierstöcke und ihre anschließende Untersuchung. Aber: Nur bei einer von 20 operierten Frauen wird dann auch Krebs gefunden, denn tatsächlich ist Eierstockkrebs eine eher seltene Erkrankung. Beschwerdefreie Frauen ersparen sich im Zweifelsfall viel Stress oder sogar eine unnötige Operation, wenn sie auf eine Ultraschall-Untersuchung der Eierstöcke verzichten. Weitere Informationen unter www.upd-online.de.

 

Gabriela Teichmann

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