CMD – wenn der Kiefer schmerzt

dr.s.vonalvendr.m.kageBehandlung der cranio-mandibulären Dysfunktion

Dr. Saskia von Alven und Dr. Matthias Kage

Schmerzen in der Kaumuskulatur, Knacken im Kiefer, Ohrgeräusche, Kopfweh, das vom Kiefergelenk ausgeht – alle diese Beschwerden können ein Hinweis auf eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) sein. Doch wie entstehen solche Fehlfunktionen des Kiefers und was kann man dagegen tun?

 

Der Zahnarzt Dr. Matthias Kage behandelt als zertifizierter Funktionsdiagnostiker CMD-Fälle in seiner Praxis in Groß-Hehlen. Oft suchen die Patienten gezielt einen ganzheitlich und interdisziplinär behandelnden Zahnarzt, der nicht nur seinen kleinen Ausschnitt der Person begutachtet, sondern den gesamten Menschen.

 

Dr. Kage: „Ca. 10 % der Bevölkerung leidet unter Schmerzen der Kaumuskulatur oder der Kiefergelenke. Bei ungefähr 11 % der Betroffenen tritt ein Geräusch beim Öffnen und Schließen des Mundes im Kiefergelenk auf. Oftmals liegt die Störung nicht unbedingt im Kauorgan selber, sondern anderswo im Knochenapparat. Aufschluss kann hier eine Funktionsdiagnostik geben. Oft ist auch die Zusammenarbeit mit Kollegen ratsam, z. B. mit einem Orthopäden, der ebenfalls ganzheitlich arbeitet.“

 

Funktionsanalyse soll Folgeschäden verhindern

 

Auf Dauer ist es sinnvoll, die Beschwerden genau abzuklären, denn wenn erst Zähne, Zahnfleisch, Kiefergelenke oder Kaumuskulatur Schaden genommen haben, können Schmerzen und weitere Beschwerden entstehen.

 

Dr. Kage: „Eine CMD sollte meiner Erfahrung nach ganzheitlich betrachtet werden, weil damit auch Fehlstellungen in anderen Körperregionen wie zum Beispiel der Wirbelsäule oder des Beckens zusammenhängen könnten. Um dies möglichst früh zu erkennen und im Anfangsstadium zu verhindern, sollte eine beginnende CMD-Erkrankung analysiert werden, denn dann ist sie vollständig behandelbar. Bei chronischen Erkrankungsformen ist unser Mindestziel das Fortschreiten zu verhindern und eine Schmerzminimierung herbeizuführen. Auch ostheopatische oder physiotherapeutische Behandlungen sind oft ergänzend hinzuzuziehen.“

 

Ratsam ist eine Funktionsanalyse vor der Anfertigung von Zahnersatz, denn dann wird untersucht, in welchem Zustand sich der Kauapparat befindet. In der Praxis in Groß-Hehlen wird die Bisslage ggf. mit einem elektronischen System vermessen und analysiert. Die Therapie erfolgt mit einer Komfort-Repositionierungsschiene, einer speziell angepassten Aufbiss-Schiene, die dann getragen wird.

 

Gabriela Teichmann

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