Selbstverletzung kommt vor Suizid

Selbstverletzendes Verhalten wie Ritzen oder andere Verletzungen können ein Hinweis für eine Suizidgefährdung sein.

Daher sind Therapeuten alarmiert, wenn Jugendliche sich selbst verletzen. Es wurde in Studien nachgewiesen, dass sie ein 10-fach erhöhtes Risiko haben, sich später das Leben zu nehmen. Verschiedene therapeutische Kurzinterventionen können bei selbstverletzendem Verhalten hilfreich sein. Und schon das psychotherapeutische Erstgespräch kann einen bemerkenswerten Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. Als sehr wichtig bei der Behandlung von Patienten mit selbstverletzendem Verhalten ist die Einstellung des behandelnden Therapeuten zu bewerten. Statt Unverständnis und Ablehnung des Patientenverhaltens seitens der Therapeuten sollen nun Schulungen für Verständnis sorgen. Psychoanalytische Untersuchungen haben gezeigt, dass selbstverletzendes Verhalten als eine Form der „Selbstfürsorge“ zu deuten ist. Dahinter steckt der tiefe Wunsch, mit sich selbst wie auch mit anderen in Beziehung zu kommen.

  • Gabriela Teichmann

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