Gesund schwitzen – ohne Aluminiumsalze

gesund-schwitzenSchwitzen ist ein natürlicher Vorgang, der unseren Körper bei Hitze oder Anstrengung schützt. Frischer Schweiß riecht nicht. Unangenehm wird es erst, wenn man nicht sofort duschen kann und die Zersetzung an der Luft anfängt. Dann entstehen die unangenehmen Gerüche, die man mit Deodorants verhindern will.

Am einfachsten scheint das zu gehen, indem man die Transpiration an sich einschränkt. So versprechen viele Deos bis zu 48 oder gar 96 Stunden „frische“ Achseln. Meist tragen sie den Zusatz „Antitranspirant“. Aluminiumsalze (AlCl) in den Präparaten verengen die Schweißdrüsen und verhindern so die Transpiration. Bei den Inhaltsstoffen sind sie als „Aluminiumchlorhydrate“ aufgeführt.

Aluminium ist in Verruf geraten, es soll Brustkrebs und Alzheimer fördern. Dies wurde jedoch in wissenschaftlichen Studien nicht bewiesen. Im Laborversuch zeigten Forscher der Universität Genf, dass Aluminiumsalze zwar im Reagenzglas Brustzellen schädigen können, aber eine krebserzeugende Wirkung auf den lebenden Organismus lässt sich aus der Studie nicht ableiten. Allerdings ist es für den Körper wenig hilfreich, wenn eine seiner wichtigen Funktionen partiell eingeschränkt wird. Es ist jedoch bewiesen, dass Aluminiumsalze die Haut reizen und mit für das sogenannte „Deo-Ekzem“ verantwortlich sein können. Aus Jucken, Brennen, Rötungen kann sich eine dauerhafte allergische Reaktion entwickeln. Direkt nach der Rasur ist die Haut aufnahmefähiger und es kann ratsam sein, nicht unmittelbar Deo aufzutragen, sondern ein wenig zu warten.

Die großen Hersteller werben im Internet mit ihren aluminiumfreien Produkten. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe oder der Griff zu Produkten der Naturkosmetik helfen, Aluminiumsalze zu vermeiden. Deutsche Verbraucher nehmen übrigens deutlich mehr Aluminium durch Lebensmittel auf als über Kosmetika. Manche Lebensmittel enthalten natürlicherweise Aluminium, etwa Teeblätter oder Gewürze, oder bei ihrer Herstellung werden aluminiumhaltige Zusatzstoffe verwendet. Auch in Antazida, Medikamenten, die die Magensäure binden, ist oft Aluminiumchlorid enthalten.

Um die Aufnahme von Aluminiumchlorid im Auge zu behalten, muss man Nahrung und Kosmetik gleichermaßen beachten.

  • Andrea Hoffmann

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