Konzept gegen Ärztemangel auf dem Lande gefordert

Gesundheit-Allgemein Konzept-gegen-AerztemangelIn manchen Gegenden ist der Weg zum nächsten Arzt schon sehr weit geworden. Der klassische Landarzt wird immer seltener.

Die Sicherung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum stellt eine wichtige Herausforderung für die politischen Akteure dar, von der Bundesebene bis zur Kommunalpolitik. Vor allem die hausärztliche Versorgung ist bedroht. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) fordert hier ein Gesamtkonzept gegen die drohende medizinische Unterversorgung in den ländlichen Gebieten. Dieses Konzept soll nach Wunsch des NSGB ein Gemeinschaftsprodukt aller Verantwortlichen im Gesundheitswesen werden. Thorsten Bullerdiek, Sprecher des NSGB, sieht vor allem die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) in der Pflicht. Diese sei gesetzlich zur Sicherstellung der ambulanten verpflichtet.

Im Dezember hatte die Kassenärztliche Vereinigung eine Kampagne angekündigt, bei der unter dem griffigen Slogan „Niederlassen in Niedersachsen“ Medizinstudenten und Assistenten in der Weiterbildung dazu angesprochen werden sollen, sich auch gerade im ländlichen Raum mit einer Arztpraxis nieder zu lassen. Und auch Kommunen werden aktiv.

In Wathlingen, Landkreis Celle, hat sich der Gemeinderat im Januar dafür ausgesprochen, ein Beratungsunternehmen mit der professionellen Suche nach einem Nachfolger für ein Arztehepaar zu suchen, das in diesem Frühjahr seine Praxis aufgeben wird. „Uns ist wichtig, dass Wathlingen auch weiterhin medizinisch gut versorgt bleibt. Daher setzen wir auf professionelle Unterstützung, um möglichst bald zu einer guten Lösung zu kommen“, sagte Bürgermeister Torsten Harms.

  • Andrea Hoffmann

Schreibe einen Kommentar