Schöne, feste Zähne mit All-on-4TM

3D-Zähne

(c) Praxis Dr. Übermuth

Hohe Sicherheit durch 3D-Implantatplanung

Die Praxis Dr. Übermuth & Kollegen im Gesundheitszentrum Sägemühlenstraße ist nun deutschlandweit eines der wenigen All‐on‐4TM Kompetenzzentren. Wir fragten den Inhaber, Dr. Tim Übermuth M.Sc., was es damit auf sich hat.

Redaktion: Was bedeutet „All‐on‐4TM“ und welchen Nutzen haben Patienten davon?

Dr. Übermuth: Der fortgeschrittene Abbau des Kieferknochens nach längerer Zahnlosigkeit verursacht meist erhebliche Probleme bei der Implantatbehandlung zahnloser Kiefer. Für eine Versorgung mit festsitzendem, implantatgetragenem
Zahnersatz bedarf es in vielen Fällen umfangreicher Maßnahmen zur Verbesserung des Knochenangebotes für das Implantatlager. Zudem erfordern herkömmliche Methoden in der Regel einen hohen operativen, zeitlichen und finanziellen Aufwand. Das All-On‐4TM-Konzept stellt eine innovative Versorgungsmethode dar, bei der eine Brücke auf nur vier Implantaten ruht, die einen festen Sitz und eine schonende Behandlung gewährleisten. Bei All‐On-4TM werden die hinteren Implantate geneigt in den Kiefer eingebracht, um Knochenaufbaumaßnahmen in diesen Bereichen zu vermeiden und den chirurgischen Aufwand erheblich zu reduzieren.

Redaktion: Welche Vorteile sehen Sie gegenüber einer herkömmlichen Implantation?

Dr. Übermuth: Bei der Sofortimplantation mit dem System All-on-4™ erhalten unsere Patienten während einer Behandlung innerhalb von etwa einer Stunde die Zahnimplantate und am gleichen Tag den festen Zahnersatz, also keine instabilen Provisorien mehr. Bei dieser speziellen Variante der Sofortimplantation wird die Operation anhand hochmoderner 3D-Röntgentechnik (DVT) genau geplant und wesentlich beschleunigt. Sogar der implantatgestützte feste Zahnersatz wird nach der einstündigen Implantation eingegliedert. Die heute vielfach offerierten Mini-Implantate können hingegen lediglich der Unterstützung einer Totalprothese dienen. In unserer Praxis liegen Chirurgie, Prothetik und Zahntechnik in einer Hand. Die räumliche Nähe und der direkte Austausch von Implantologen und Zahntechnikern unseres eigenen Dentallabors ermöglichen überhaupt erst die Umsetzung des Systems All‐on‐4™ – also den operativen Eingriff,die Anfertigung und das Einsetzen der festen Zähne innerhalb eines Tages vorzunehmen.

Redaktion: Warum betonen Sie die 3D-Röntgentechnik?

Dr. Übermuth: Die 3D-Planung ist heute noch längst kein Standard, obwohl sie neben mehr Sicherheit weitere Vorteile bietet. Eine präzisere Beurteilung und damit ein umfassenderer Schutz von empfindlichen Bereichen des Kiefers (z. B. Nerven, Gefäße) sind möglich, da der Kiefer als dreidimensionales Bild zur Verfügung steht. Wir können es drehen, vergrößern und beliebige Ansichten erzeugen. Das Einfügen der künstlichen Zahnwurzeln kann so schon vor der eigentlichen Implantation und unter Berücksichtigung der optimalen Position „virtuell“ am Monitor durchgeführt werden. Häufig kann ein Knochenaufbau vermieden werden, da der vorhandene Knochen besser ausgenutzt wird. Die Ästhetik und die genaue Ausrichtung des Zahnersatzes kann bereits vor dem Eingriff festgelegt und demonstriert werden – so wird das gewünschte Ergebnis planbar und man erspart sich Enttäuschungen. Diese Vorgehensweise ist außerdem eine wichtige Voraussetzung für die „navigierte“ Implantation ohne Skalpell.

Redaktion: Was bedeutet denn „navigierte“ Implantation?

Dr. Übermuth: Basierend auf einer 3D-Planung kann eine Implantationsschablone hergestellt werden. Im Mund positioniert dient sie beim späteren Einfügen der Implantate in den Kiefer als Führung für den Bohrer. Sie überträgt die virtuell geplante Position der Implantate auf den Millimeter genau. Daher spricht man von „navigierter Implantation“. Ein solcher Eingriff kann gewebeschonender und für Patienten angenehmer und sicherer durchgeführt werden. Herkömmliche Zahnfleischschnitte können somit auf ein Minimum reduziert werden.

Redaktion: Für wen ist das Konzept All‐on‐4™ entwickelt worden?

Dr. Ü.: Sofortimplantationen mit All‐on‐4™ sind besonders beim zahnlosen und bald zahnlosen Kiefer sinnvoll. Es müssen jedoch bestimmte Kriterien erfüllt sein, damit diese neue Methode angewendet werden kann. Deshalb ist eine genaue Untersuchung durch einen Spezialisten, eine 3D‐Computersimulation der Implantation und die Vorbereitung eines individuellen Behandlungskonzeptes unbedingt notwendig.

Quelle: Dr. Übermuth & Kollegen

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